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Vorschau Olympische Spiele in Athen

Zwölf DJB-Starter kämpfen um die heiß begehrten Podiumsplätze

Quelle: DJB

ACHTUNG REDAKTIONEN

Es folgt eine Sendung der cosmos-pps Kommunikations GmbH mit einer aktuellen Meldung aus dem offiziellen Pressedienst des Deutschen Judo-Bundes (DJB), judo-press

- Abdruck honorarfrei -

DJB-Sportdirektor Birod: „Jedes Land hat Medaillen-Kandidaten dabei“ Frankfurt/Main (judo-press) „Wir wollen in Athen zwei Medaillen gewinnen“, gibt Peter Frese,

Präsident des Deutschen Judo-Bundes (DJB) die Marschroute für die Olympischen Spiele in Athen (13. bis 29. August) vor. Hierfür schickt der nationale Verband in der griechischen Hauptstadt zwölf Athleten – das Maximum bei den Frauen mit sieben Athletinnen sowie fünf Männer – auf die Matte. Bis auf den Mönchengladbacher Andreas Tölzer, der im Schwergewicht die Position des Olympia- Dritten von 1996 und Vize-Weltmeister von 1995, Frank Möller (Marzahn), einnimmt, standen alle Judoka auch im erfolgreichen WM-Team von Osaka 2003, das mit insgesamt fünf Medaillen (1/1/3) als beste europäische Nation Rang fünf im Medaillenspiegel belegte. Olympia-Erfahrung hat hingegen nur ein Viertel der DJB-Starter: Oliver Gussenberg (Osnabrück), Florian Wanner (Großhadern), Uta Kühnen (Berlin) und Sandra Köppen (Brandenburg). Sie standen auch bereits 2000 in Sydney im Aufgebot. Damals gewann der DJB durch Anna-Maria Gradante (Leverkusen) lediglich einmal Bronze.

Der Startschuss für die olympischen Judo-Wettbewerbe fällt am Samstag, 14. August, in der Ano Liossia Olympic Hall in Athen mit den Leichtgewichtsklassen (Frauen -48kg und Männer –60kg). Hier schickt der DJB mit den beiden Osnabrückern Julia Matijass und Oliver Gussenberg die WM-Fünften von Osaka ins Rennen. „Im Leichtgewicht spielt im Gegensatz zum Schwergewicht leider auch der Zufall immer wieder eine entscheidende Rolle“, erklärt DJB-Sportdirektor und Delegationsleiter Manfred Birod (Rüsselsheim). Als große Favoritin wird im Frauen-Leichtgewicht die sechsmalige Weltmeisterin (1993, 1995, 1997, 1999, 2001, 2003) Ryoko Tamura (Japan) gehandelt. Bei den Männern ruhen die Hoffnungen aus dem Land des Judo auf Tadahiro Nomura, Olympiasieger 1996

und 2000 sowie Weltmeister 1997. Jeweils nur eine Gewichtsklasse besetzt hat der DJB an den Tagen zwei und drei der Olympischen Spiele in Athen. Hier zählt in der Klasse –52kg bei den Frauen Raffaella Imbriani (Ettlingen), Vize- Weltmeisterin 2001 und WM-Dritte 2003, ebenso zum Favoritenkreis wie unter anderen die

kubanische Weltmeisterin Amarilis Savon oder Vize-Weltmeisterin Annabelle Euranie aus Frankreich. Vize-Weltmeisterin Yvonne Bönisch (Potsdam) muss sich am dritten der insgesamt sieben Judo-Wettkampftage mit der zweimaligen koreanischen Weltmeisterin (2001, 2003) Sun-Hui Kye messen. Beide standen sich zuletzt noch im Finale von Osaka gegenüber, das Kye gewann, nach dem sich die 23-jährige BWL-Studentin aus Potsdam eine Minute vor Schluss den linken Arm verletzte und den Kampf abbrechen musste. Nicht zu unterschätzen ist mit Sicherheit auch Isabel Fernandez (Spanien), Olympiasiegerin 2000 und Weltmeisterin 1997. In den Gewichtsklassen –66kg und –73kg bei den Männern konnten die deutschen Judoka dem nationalen Verband im Vorfeld der Spiele keinen Startplatz sichern. Große Hoffnungen ruhen auf Weltmeister Florian Wanner, der am Dienstag, 17. August, in Wettkampfgeschehen eingreifen wird. Der Großhaderner, nach Detlef Ultsch (Berlin/1979, 1983), Andreas Preschel (Berlin/1983), Udo Quellmalz (Leipzig/1991, 1995) und Daniel Lascau (Rüsselsheim/1991) erst der fünfte deutsche Mann, dem es gelang, bei einer Weltmeisterschaft Gold zu holen, zählt unter anderen seinen Freund und Finalgegner von Osaka, Sergei Aschwanden

(Schweiz), sowie den Esten Alexei Budolin, Olympia-Dritter 2000 und WM-Dritter 2003, zu seinen härtesten Widersachern. „Theoretisch kommen aber rund zehn Kämpfer für die drei Podiumsplätze in Frage. Es wird eine ganz harte Sache, aber ich habe gut trainiert, bin von Verletzungen verschont geblieben und fühle mich gut in Form“, zeigt sich der Weltmeister vor seiner zweiten Olympiateilnahme optimistisch. Auch DJB-Präsident Peter Frese (Wuppertal) traut seinem Schützling einiges zu: „Florian trägt durch seinen WM-Titel zwar zurzeit einen zusätzlichen, 20 Kilogramm schweren Rucksack, aber er ist gut in Form, hat sich im Verlauf der Saison kontinuierlich gesteigert und wird in Athen an seine Leistung von Osaka anknüpfen.“

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